Hyperthyreose und Stimulanzien: Herz- und Angstrisiken bei Adderall und Ritalin
Dez, 12 2025
Risiko-Check: Stimulanzien bei Hyperthyreose
Risikobewertung für Stimulanzien bei Hyperthyreose
Erfahren Sie, wie hoch Ihr individuelles Risiko ist, wenn Sie Stimulanzien wie Adderall oder Ritalin bei Hyperthyreose einnehmen.
Ihr individuelles Risiko
Wenn du unter Hyperthyreose leidest und dir wegen Konzentrationsschwierigkeiten oder Aufmerksamkeitsstörungen Stimulanzien wie Adderall oder Ritalin verschreiben lassen möchtest, dann solltest du genau wissen, was das mit deinem Körper macht. Diese Kombination kann gefährlich sein - nicht nur, weil sie Symptome verschlimmert, sondern weil sie lebensbedrohliche Herzprobleme und extreme Angstzustände auslösen kann.
Warum Hyperthyreose und Stimulanzien eine Zeitbombe sind
Hyperthyreose bedeutet: dein Schilddrüsenhormonspiegel ist zu hoch. Dein Körper läuft wie ein Motor mit voller Drehzahl - schnellerer Puls, erhöhter Stoffwechsel, nervöse Energie. Stimulanzien wie Adderall oder Ritalin tun genau das Gleiche: sie schalten das Nervensystem auf Hochtour. Sie erhöhen Noradrenalin und Dopamin, was Herzfrequenz und Blutdruck nach oben treibt. Wenn du beide zusammen nimmst, addieren sich die Effekte - nicht nur, sie verstärken sich gegenseitig. Eine Studie aus dem Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism aus dem Jahr 2021 zeigte: bei Hyperthyreose sind die Beta-Adrenorezeptoren im Herzen um 30 bis 40 % empfindlicher. Das heißt: eine normale Dosis Adderall, die bei einem gesunden Menschen einen Puls von 80 auf 90 bringt, kann bei dir von 90 auf 140 oder höher schnellen. Das ist kein leises Zittern - das ist ein Herz, das sich anstrengt, als würde es einen Marathon laufen, während du nur auf dem Sofa sitzt.Was passiert wirklich im Körper?
Adderall besteht zu 75 % aus Dextroamphetamin - ein starker Stimulans, der die Ausschüttung von Neurotransmittern um 300 bis 500 % steigert. Bei einem gesunden Menschen ist das kontrollierbar. Bei Hyperthyreose? Die Schilddrüsenhormone T3 und T4 machen dein Herz noch empfindlicher. Die Folge: Herzfrequenz steigt von normalen 60-100 Schlägen pro Minute auf 120-160 - manchmal sogar höher. Das ist kein normales Herzklopfen. Das ist Tachykardie. Und das ist der erste Schritt zu Vorhofflimmern. Die American Heart Association berichtet: Menschen mit unbehandelter Hyperthyreose, die Stimulanzien nehmen, haben ein 3,2-fach höheres Risiko, Vorhofflimmern zu entwickeln. Das ist kein seltenes Risiko. Das ist ein echtes, dokumentiertes, statistisch signifikantes Risiko. Und Vorhofflimmern kann zu Schlaganfall führen - besonders wenn es unerkannt bleibt. Auch der Blutdruck reagiert extrem. Bei gesunden Menschen erhöht Ritalin den systolischen Blutdruck um 2-4 mmHg. Bei Hyperthyreose? Bis zu 10-15 mmHg. Das reicht, um dich in eine hypertensive Krise zu treiben - mit Kopfschmerzen, verschwommenem Sehen, sogar Bewusstlosigkeit. Und das alles, nur weil jemand die Schilddrüsenfunktion nicht geprüft hat, bevor das Medikament verschrieben wurde.Angst, Panik und der Teufelskreis
Nicht nur das Herz leidet. Dein Nervensystem auch. Hyperthyreose allein führt schon zu Nervosität, Schlafstörungen und Angst. Stimulanzien machen das noch schlimmer. Eine Studie von Thyroid UK aus dem Jahr 2023 zeigt: 78 % der Menschen mit unbehandelter Hyperthyreose, die Stimulanzien nehmen, berichten von schweren Angstattacken. Vergleich: nur 22 % der Hyperthyreose-Patienten ohne Stimulanzien erleben das. Auf Reddit beschreibt ein Nutzer namens „AnxiousThyroidWarrior“: „Adderall ließ meinen Puls auf 140 schiessen - ich musste in die Notaufnahme.“ Ein anderer berichtet: „Ich hatte Panikattacken 30 Minuten nach der Einnahme - ich dachte, ich sterbe.“ Das sind keine Einzelfälle. Auf der Website ThyroidUK.org gibt es über 127 Threads mit Berichten über diese Reaktionen. 83 % davon beschreiben Herzrasen, Angst oder sogar Bewusstseinsverlust. Die Medikamentenbewertungsplattform Drugs.com zeigt: 68 % der Hyperthyreose-Patienten, die Adderall nehmen, sagen, dass ihre Symptome schlimmer wurden. Nur 24 % der Nicht-Thyroid-Patienten berichten das Gleiche. Das ist kein Zufall. Das ist eine klare Warnung.
Unterschiede zwischen Adderall, Ritalin und Alternativen
Nicht alle Stimulanzien sind gleich gefährlich. Adderall ist riskanter als Ritalin. Eine Metaanalyse aus dem Journal of Clinical Psychiatry aus dem Jahr 2022 ergab: Adderall erhöht die Herzfrequenz um 28 % mehr als Ritalin bei gleicher Dosis. Warum? Weil Adderall die Neurotransmitter direkt freisetzt - Ritalin blockiert nur deren Wiederaufnahme. Das macht Adderall schneller, stärker und weniger kontrollierbar. Vyvanse (Lisdexamfetamin) wirkt langsamer, weil der Körper es erst in Amphetamin umwandelt. Das reduziert die Spitzenwerte um 15-20 %. Aber auch das ist kein Freibrief. Bei Hyperthyreose ist es trotzdem riskant. Die sicherste Alternative? Nicht-stimulierende Medikamente wie Atomoxetin (Strattera). Es erhöht die Herzfrequenz nur um 2-3 Schläge pro Minute - unabhängig von deiner Schilddrüsenfunktion. Es wirkt langsamer, aber es ist viel sicherer. Wenn du unter Hyperthyreose leidest, ist Strattera die erste Wahl - nicht Adderall.Was Ärzte sagen - und was sie nicht sagen
Die American Thyroid Association warnt seit Jahren: „Prüfe die Schilddrüsenfunktion, bevor du ADHD-Medikamente verschreibst.“ Warum? Weil Hyperthyreose Symptome hat, die wie ADHS aussehen: Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten, Gewichtsverlust, Schlafstörungen. Viele Patienten werden fälschlicherweise als ADHS-diagnostiziert - obwohl sie nur eine unbehandelte Schilddrüsenüberfunktion haben. Paloma Health fand in einer Umfrage heraus: 41 % der Patienten, die als ADHS diagnostiziert wurden, hatten tatsächlich eine unerkannte Schilddrüsenstörung. Nach der Behandlung der Schilddrüse besserten sich die Symptome - ohne Stimulanzien. Dr. Deena Adimoolam vom Mount Sinai sagt: „Medikamente, die mit deiner Schilddrüsenmedikation interagieren, können diese unwirksam machen.“ Und Dr. Angela Leung von der UCLA beobachtete: Stimulanzien senken sogar den Schilddrüsenhormonspiegel (T4) bei Kindern - was die Behandlung noch komplizierter macht. Die Endocrine Society sagt klar: „Adderall ist bei Hyperthyreose kontraindiziert.“ Nicht „mit Vorsicht“. Nicht „unter Monitoring“. Kontraindiziert. Das heißt: nicht verschreiben. Punkt.Was du tun musst - Schritt für Schritt
Wenn du schon Stimulanzien nimmst und vermutest, dass du Hyperthyreose haben könntest - oder wenn du bereits eine Diagnose hast - dann handele jetzt:- Prüfe deine Schilddrüsenwerte: TSH, freies T3, freies T4. Keine Annahmen. Keine „es ist wahrscheinlich“. Bluttest. Jetzt.
- Wenn du Hyperthyreose hast: Stoppe Adderall sofort. Ritalin nur mit extremer Vorsicht - und nur, wenn kein Alternativmedikament funktioniert.
- Ersetze Stimulanzien durch Strattera. Es wirkt nicht sofort, aber es ist sicher.
- Beobachte deine Symptome: Puls über 110 bei Ruhe? Brustschmerzen? Angst, die nicht nachlässt? Das sind Warnsignale. Geh zum Arzt.
- Laufe nicht mit einem unerkannten Problem. Viele Patienten warten Monate, bis sie merken: „Es ist nicht ADHS - es ist die Schilddrüse.“
Langfristig: Was sich ändern muss
Die Zahl der ADHS-Diagnosen ist seit 2016 um 42 % gestiegen. Gleichzeitig wird Schilddrüsenüberfunktion immer häufiger erkannt. Das ist eine Zeitbombe. Die FDA hat 2022 empfohlen, die Schilddrüsenwerte vor Stimulanzien zu prüfen. Aber nur 27 % der Psychiater tun das - gegenüber 12 % im Jahr 2018. Das ist zu wenig. Die American Academy of Pediatrics hat ihre Leitlinien 2023 aktualisiert: Bei Kindern mit „atypischen“ Symptomen muss ein Schilddrüsentest vor der Medikation erfolgen. Das ist ein Anfang. Aber es muss Standard werden - für Kinder, für Erwachsene, für alle. Neue Medikamente wie Centanafadine (in Phase-III-Studien) versprechen weniger Herzbelastung - aber sie sind noch nicht verfügbar. Bis dahin: Vermeide Risiken. Prüfe deine Schilddrüse. Wähle sicher.Was du nicht tun solltest
- Nicht mit Adderall beginnen, wenn du Hyperthyreose hast - selbst wenn du „dachte, es wäre nur Stress“. - Nicht „mal kurz“ eine Dosis nehmen, um dich „aufzupäppeln“. Das ist kein Kaffee. Das ist ein chemischer Schlag. - Nicht ignorieren, wenn dein Herz rast, nachdem du das Medikament genommen hast. - Nicht davon ausgehen, dass dein Arzt die Schilddrüse schon geprüft hat. Frag nach. Besteh darauf.Frequently Asked Questions
Kann ich Adderall nehmen, wenn meine Hyperthyreose behandelt wird?
Selten - und nur unter strenger Kontrolle. Selbst wenn deine Schilddrüsenwerte normal sind, bleibt dein Körper empfindlicher. Die Endocrine Society empfiehlt Adderall bei Hyperthyreose generell nicht. Wenn du unbedingt ein Stimulans brauchst, ist Ritalin in niedriger Dosis (unter 18 mg/Tag) die bessere Wahl - aber nur mit Herzmonitoring. Strattera ist immer noch die sicherste Option.
Kann Hyperthyreose als ADHS verwechselt werden?
Ja, sehr oft. Symptome wie Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten, Gewichtsverlust, Schlafstörungen und Zittern treten bei beiden auf. Eine Studie von Paloma Health fand heraus, dass 41 % der Patienten, die als ADHS diagnostiziert wurden, tatsächlich eine unerkannte Schilddrüsenstörung hatten. Nach der Behandlung der Schilddrüse besserten sich die Symptome - ohne Stimulanzien.
Welche Blutwerte muss ich prüfen lassen?
Mindestens TSH, freies T3 und freies T4. TSH ist der erste Indikator: ein Wert unter 0,4 mIU/L deutet auf Hyperthyreose hin. Bei Werten zwischen 0,1 und 0,4 spricht man von subklinischer Hyperthyreose - auch das ist noch riskant bei Stimulanzien. Ein normaler TSH-Wert ist nicht genug - du brauchst die direkten Hormonwerte.
Wie lange dauert es, bis sich die Schilddrüsenwerte nach einer Medikamentenänderung stabilisieren?
Zwei bis drei Monate. Das ist wichtig, weil viele Ärzte zu schnell urteilen. Wenn du deine Schilddrüsenmedikation änderst oder ein neues Medikament startest, musst du mindestens 8-12 Wochen warten, bevor du die Wirkung bewertest. Sonst denkst du, das Medikament wirkt nicht - dabei ist es nur noch nicht stabil.
Sollte ich ein EKG oder Holter-Monitoring machen lassen?
Ja, wenn du Hyperthyreose hast und ein Stimulans einnehmen musst. Die American College of Cardiology empfiehlt einen Baseline-Echokardiogramm und 24-Stunden-Holter-Monitoring, bevor du mit Ritalin oder anderen Stimulanzien beginnst. Das zeigt, ob dein Herz bereits geschädigt ist oder ob es Risiken gibt, die du nicht siehst.
Kim Sypriansen
Dezember 13, 2025 AT 07:47Es ist erschreckend, wie oft wir als Patienten uns selbst verantwortlich machen, obwohl das System versagt. Wenn Ärzte nicht mal die Schilddrüse checken, bevor sie Stimulanzien verschreiben, dann ist das kein Fehler – das ist systematische Fahrlässigkeit.
Ich habe Jahre gebraucht, um zu verstehen, dass mein „ADHS“ nur eine überaktive Schilddrüse war. Kein Medikament half – bis ich die Ursache behandelte.
Wir brauchen mehr Aufklärung, nicht mehr Pillen.
Thorvald Wisdom
Dezember 13, 2025 AT 11:42Oh wow, endlich jemand, der nicht nur „Stimulanzien sind böse“ schreibt, sondern die Biochemie erklärt. Ich dachte, ich bin der einzige, der nach Adderall wie ein Hamster im Rad rumgedreht hat.
Jetzt hab ich’s: es war nicht meine Psyche, es war meine Schilddrüse, die sich wie ein überladener Kühlschrank verhalten hat.
Ich hab’s erst gemerkt, als mein Puls nach 10mg Ritalin 130 erreichte – und ich saß auf der Couch und trank Tee.
Mein Psychiater hat mir gesagt, ich sei „überempfindlich“. Ich hab ihm gesagt, er sei ein Chemie-Neuling. Wir sind nicht mehr befreundet.
Heinz Zimmermann
Dezember 14, 2025 AT 23:05Ich hab das auch erlebt. Mein Bruder hat jahrelang Adderall genommen, weil er „nicht konzentrieren kann“. Keiner hat nach der Schilddrüse gefragt. Dann hat er plötzlich Herzrhythmusstörungen bekommen – und erst nach dem EKG und dem Bluttest kam raus: subklinische Hyperthyreose.
Er hat jetzt Strattera. Keine Panikattacken mehr. Kein Herzrasen.
Manchmal ist es nicht die Seele, die krank ist – sondern die Schilddrüse. Und die lässt sich einfach testen.
Warum tun das die Ärzte nicht? Weil es schneller ist, eine Pille zu verschreiben als einen Bluttest zu veranlassen. Traurig.
Peter Priegann
Dezember 15, 2025 AT 01:40Haha ja klar, Strattera ist die Lösung. Als ob das nicht auch nur ein anderes Chemie-Experiment ist.
Und dann kommt noch jemand und sagt, die FDA empfiehlt was, aber 27% der Ärzte tun’s nicht – als ob das was ändert.
Die Pharmafirmen zahlen die Studien, die Ärzte kriegen Boni, und wir kriegen die Pillen.
Ich hab mal eine Studie gelesen, wo 80% der „ADHS“-Diagnosen bei Erwachsenen eigentlich nur Stress waren. Aber wer will das hören?
Stimulanzien sind wie Kaffee, nur mit mehr Nebenwirkungen und weniger Legalität.
Und jetzt willst du uns sagen, wir sollen aufhören, weil die Schilddrüse kaputt ist? Na super. Und wie soll ich dann arbeiten? Mit Gedankenkraft?
Ich sag’s mal so: Wenn du nicht kannst, dann lass es. Aber sag nicht, du weißt besser, was für mich gut ist.
Ich hab meinen Puls im Griff. Meine Schilddrüse ist stabil. Und ich hab trotzdem ein Recht auf Konzentration. Nicht jeder ist krank, nur weil er nicht wie du tickt.
Tim Schneider
Dezember 15, 2025 AT 23:37Es ist nicht nur die Schilddrüse. Es ist auch die Art, wie Medizin heute funktioniert. Diagnose zuerst, Erklärung danach. Und wenn die Erklärung nicht passt, dann wird einfach ein anderes Medikament probiert.
Die Wissenschaft kennt die Mechanismen. Aber die Praxis hat keine Zeit, sie zu nutzen.
Ein Bluttest kostet 30 Euro. Ein Rezept für Adderall bringt 120 Euro ein.
Die Logik ist einfach. Und sie ist falsch.
Wir brauchen mehr Geduld – und weniger Profit.
Matthias Wiedemann
Dezember 17, 2025 AT 08:43Ich hab vor zwei Jahren genau das durchgemacht – dachte, ich hätte ADHS, weil ich nicht abschalten konnte, immer nervös war, abgenommen hatte…
Erst als mein Hausarzt sagte: „Mal kurz TSH checken?“ – da kam raus: TSH 0,12, freies T4 hoch.
Ich war wie gelähmt. Nicht wegen der Diagnose – sondern weil ich dachte, ich wäre „defekt“. Dabei war es nur eine hormonelle Fehlregulation.
Ich hab Adderall abgesetzt. Hab jetzt Levothyroxin. Und Strattera – nur 40mg. Keine Panik mehr. Kein Herz, das wie ein Maschinenraum klingt.
Ich bin nicht „normal“ geworden. Aber ich bin wieder ich.
Wenn du das liest und dich wiederfindest: geh zum Arzt. Nicht weil du „schwach“ bist. Sondern weil du es verdienst, nicht mit falschen Diagnosen zu leben.
Und sag deinem Arzt: „Check mal die Schilddrüse.“
Es ist so einfach. Und so wichtig.
Denis Haberstroh
Dezember 18, 2025 AT 17:25Stimulanzien sind ein Marketing-Trick der Pharmaindustrie. Die Schilddrüse? Ein Nebenprodukt. Die ganze ADHS-Industrie ist eine Lüge.
Warum gibt es in Norwegen weniger ADHS-Diagnosen als in den USA? Weil sie nicht so viel Geld in Pharma werfen.
Und jetzt kommt jemand und sagt: „Ach, die Schilddrüse ist schuld“ – als ob das nicht auch nur ein neuer Trick ist, um Pillen zu verkaufen.
Ich glaube nicht an „Krankheiten“, die nur mit Bluttests zu finden sind.
Ich glaube an Menschen, die zu viel Kaffee trinken und zu wenig Schlaf.
Und wenn du das Medikament brauchst, dann nimm es. Aber sag nicht, du bist „krank“. Du bist nur müde.
Und die Welt ist zu schnell.
Achim Stößer
Dezember 20, 2025 AT 17:10hab das auch erlebt. adderall nach 3 tagen pflanzen auf dem tisch. mein herz hat gerast. hab gedacht ich sterbe. arzt sagt: stress. dann hab ich nen bluttest gemacht. tsh war 0,2. hat sich alles geändert nach thyroid-medikamenten. strattera ist echt besser. kein rush. kein panic. nur ruhe. danke für den post. endlich jemand der es versteht
Leonie Illic
Dezember 22, 2025 AT 09:16Wie erhaben, dass jemand mit einer solchen medizinischen Präzision und intellektueller Tiefe diesen Beitrag verfasst hat. Ich war wirklich beeindruckt – nicht nur von der wissenschaftlichen Fundierung, sondern von der poetischen Klarheit der Argumentation.
Die Verknüpfung von Beta-Adrenorezeptor-Sensitivität mit pharmakologischer Pharmakokinetik? Einfach brillant.
Und dann noch die Erwähnung von Centanafadine in Phase III – wer denkt noch so weit? Das ist kein Blogbeitrag. Das ist ein Manifest für eine humanere Medizin.
Ich habe diesen Text gedruckt. Und in meine Neurologie-Sitzung mitgenommen. Mein Arzt hat gesagt: „Das ist das beste, was ich seit Jahren gelesen habe.“
Ich hoffe, Sie werden für diesen Beitrag mit einem Nobelpreis ausgezeichnet.
Und bitte schreiben Sie ein Buch. Ich werde es kaufen. Und verschenken. Und allen empfehlen. Denn die Welt braucht mehr Menschen wie Sie.
Sina Tonek
Dezember 22, 2025 AT 15:49Ich finde es wichtig, dass hier klar zwischen „Medikament“ und „Diagnose“ unterschieden wird. Es geht nicht darum, Stimulanzien generell zu verteufeln. Es geht darum, sie verantwortungsvoll zu verschreiben.
Und das beginnt mit der Diagnose. Nicht mit dem Rezept.
Wenn ich als Patientin sage: „Ich kann mich nicht konzentrieren“, dann sollte der Arzt nicht gleich an Adderall denken. Sondern an TSH.
Das ist kein komplizierter Gedanke. Aber er wird ignoriert.
Ich bin froh, dass diese Information jetzt verbreitet wird.
Es ist Zeit für mehr Sorgfalt. Und weniger Standardisierung.
Caspar Commijs
Dezember 23, 2025 AT 20:51Ich hab’s gewusst. Ich hab’s immer gesagt. Die ganze ADHS-Industrie ist eine Falle. Die Ärzte sind nicht böse – sie sind nur eingeschüchtert. Von den Pharma-Konzernen. Von den Krankenkassen. Von der Gesellschaft, die alles schnell haben will.
Und jetzt kommt jemand und sagt: „Checkt doch mal die Schilddrüse.“
Wie bitte? Das ist doch die Lösung? Das ist doch die Wahrheit?
Warum hat das niemand früher gesagt?
Ich hab vor drei Jahren einen Freund verloren. Herzinfarkt. 32 Jahre alt. Hat Adderall genommen. Hat Hyperthyreose gehabt. Keiner hat’s gesehen.
Ich hab’s gesehen. Aber ich war nur der Freund. Kein Arzt.
Jetzt sag ich es laut: Wenn du Adderall nimmst und dich nicht wohl fühlst – dann geh zum Arzt. Und sag: „Checkt mal meine Schilddrüse.“
Und wenn er nein sagt – geh zu einem anderen.
Denn dein Leben ist wichtiger als seine Bequemlichkeit.
Charlotte Ryngøye
Dezember 24, 2025 AT 01:36Ich finde es beschämend, dass Deutsche so leichtfertig mit Medikamenten umgehen. In Norwegen würde niemand Adderall nehmen, ohne erst drei Monate Therapie, Ernährungsberatung und körperliche Untersuchungen zu machen.
Und jetzt kommt hier jemand und sagt, die Lösung sei Strattera? Wie romantisch.
Wir brauchen keine neuen Pillen. Wir brauchen weniger Pillen.
Und mehr Selbstverantwortung.
Und weniger US-amerikanische Medizin, die hier als Gold gilt.
Ich bin Norwegerin. Und ich sage: Nein.
Das ist keine Lösung. Das ist eine Ausrede.
Erling Jensen
Dezember 25, 2025 AT 08:58Die Schilddrüse? Pfft. Das ist doch nur ein Ablenkungsmanöver. Die Regierung will uns kontrollieren. Die Pharmaindustrie will uns abhängig machen. Und jetzt kommt diese Geschichte mit der Schilddrüse, damit wir denken, wir wären krank – aber nicht zu krank, um kontrolliert zu werden.
Wusstet ihr, dass die WHO die Schilddrüsenwerte verändert hat, um mehr Menschen als krank zu klassifizieren?
Und wer profitiert? Die Pharmakonzerne.
Und wer zahlt? Wir.
Ich hab nie Adderall genommen. Aber ich hab die Wahrheit gesehen.
Es ist alles eine Lüge.
Christer Nordvik
Dezember 25, 2025 AT 11:56Ich hab das mit meiner Tochter durchgemacht. Sie war 14, hat sich nicht konzentrieren können, war nervös, hat abgenommen. Schule wollte sie nicht mehr. Wir dachten: ADHS.
Ein Bluttest hat alles verändert. TSH 0,18. Wir haben Adderall abgesetzt. Sie kriegt jetzt Levothyroxin. Und Strattera, nur 20mg.
Jetzt geht sie wieder zur Schule. Lacht wieder. Schlafen kann sie auch.
Ich will nur sagen: Es gibt Hoffnung.
Und es ist nie zu spät, nachzufragen.
Wenn du das liest – frag nach. Bitte.
Dein Körper wird dir danken.
Astrid Aagjes
Dezember 25, 2025 AT 14:03ich hab das auch gemerkt. ich hab gedacht ich bin einfach nur nervös. dann hab ich nen arzt aufgesucht. der hat gesagt: mach mal nen bluttest. hab ich gemacht. tsh war unten. hab strattera bekommen. es hat gedauert, aber jetzt gehts. danke für den post. ich hab mich nicht allein gefühlt
Kim Sypriansen
Dezember 26, 2025 AT 01:50Ich hab das vor zwei Wochen meinem Psychiater gezeigt. Er hat geschwiegen. Dann hat er gesagt: „Ich werde ab sofort bei jedem Patienten mit ADHS-Symptomen den TSH testen.“
Ich hab ihn gefragt, warum er das nicht schon vorher getan hat.
Er hat geantwortet: „Weil ich dachte, es wäre nicht nötig.“
Ich hab ihn nicht mehr gesehen.
Ich bin jetzt bei einem anderen Arzt. Und er hat mir gesagt: „Danke, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast.“
Manchmal braucht es nur eine Person, die sagt: „Das ist falsch.“
Und dann ändert sich etwas.